Stichwort – und Themenaufzählung in meinem
Bericht:
1. ROUTE Route
2. PREISE für Standard-Ausflüge
3. SCHIFFSAUSSTATTUNG
a.) Theather
b.) Bars und Salons
c.) Disco
d.) Spielcasino
e.) Einkaufspassage
f.) Sporting – Club
g.) Kosmetik- und Frisiersalon und Thalasso-Therapie
h.) Bordfotograf und Fotoshop
i.) Videoaufnahmen, Videoteam, Videocassette
j.) Kabinen, Minibar, Safe, 17Zoll-TV, Videoaufnahmen des Videoteams
4. RESTAURANTS
a.) Essen, die Qualität und die Auswahl
b.) Bedienung
c.) Tischzeiten ( Qual der Wahl )
5. AUSZUG AUS DEN PREISLISTEN
a.) Restaurants
b.) Bars
6. TRINKGELDER
7. KLEIDUNGSVORSCHLÄGE
8. NATIONALITÄTEN DER PASSAGIERE
9. ORGANISATION / ZUSAMMENFASSUNG
1. ROUTE
Gouadeloupe / Antigua / St. Lucia / Grenada / Barbados / auf See / auf
See / auf See / auf See / auf See / Madeira / auf See / Cadiz / auf See
/ Marseille / auf See / Genua
Diese Route mit der Atlantik - Passage wird nur zweimal jährlich,
entweder als Hinreise im Herbst, oder als Rückreise im Frühjahr ( das
war diese ) angeboten. Dieser Termin wurde von Festival sehr spät gewählt.
Wir haben in den Anlegehäfen kein einziges Kreuzfahrtschiff mehr
entdeckt. Beim Betreten der Inseln war dann auch von karibischen Klängen
und vom Flair, für uns nichts mehr übrig geblieben. Damit hatten wir
nicht gerechnet.
Das karibische Gefühl wollte nicht so recht rüber kommen. Die von uns
gebuchten Ausflüge, Highlights der Inseln, mit einer Dauer von 3 - 4
Stunden, ermöglichten nur selten, hinterher noch etwas anderes
nachzuholen. Das konnte der, so zwischendurch angebotene "Rhumpunch"
dann auch nicht wieder wettmachen. Das heisst eigentlich nur soviel,
dass die Ausflüge, die jeweils den Charakter der Inseln übermitteln
sollten, nicht geeignet waren, die Karibik als Urlaubsparadies zu
zeigen. Allerdings hatte die Kreuzfahrtleitung auch nichts unternommen
um eine entsprechende Stimmung wenigstens an Bord aufkommen zu lassen.
Außer einem Kleidungsvorschlag "tropisch - blumig" hat man
sich sonst nichts einfallen lassen. Party´s auf dem Außendeck -
Fehlanzeige.
2. PREISE für Standard – Ausflüge
die in US $ angegeben waren, in der Rechnung aber in Euro umgerechnet
wurden : etwa 40 Euro
3. SCHIFFSAUSSTATTUNGEN
Ich kann hier keine totale Schiffsbeschreibung vornehmen, sonder nur
meinen Eindruck wiedergeben. So möchte ich sagen, daß der ganze
Innenbereich mit seinem, in warmen Tönen gewählten, modernen
Einrichtungsstiel allgemein überzeugt, sodaß man sich schnell wohlfühlen
kann.
a.) Die Mistral verfügt über ein eigenes Theater (geht über 2
Ebenen), welches sowohl von der Größe, der Akustik, als auch von den
Beleuchtungsmöglichkeiten her, voll überzeugen konnte.
Das Schowprogramm wurde zeitlich, jeweils dem Ende des Diners angepasst,
sodaß alle die auch wollten, dieses Angebot nutzen konnten.
b.) Mit einem Aufgebot von 5 Bars und Salons (ohne Bars am Pool) bot die
Mistral für jeden Anlaß und Geschmack mehr, als ich erwartet hatte.
Unser Lieblingplatz war die „Chez Georges Bar“, wegen der
vielseitigen und gekonnt vorgetragenen Tanzmusik der Alpha Band.
c.) Natürlich gab es auch eine Disco. Mit fast 700qm eher etwas zu groß
geraten. Zu unseren (Test )- Zeiten gegen 24:00, 01:00, 02:00 lief dort
kaum etwas ab.
d.) Mit 1/4 Euro an die Spielautomaten und mit 1 Euro beim Roulette
mitmachen können. Selbst wer nicht spielen wollte, hat doch sicher
trotzdem mal einen Blick in das Spielcasino riskiert.
e.) Eine Einkaufspassage gehört nun mal dazu, immerhin meine Frau hat
noch ein (zusätzliches) Abendkleid recht günstig erstanden. Die
Zigaretten mit 17 Euro (Stange) sind für die Raucher natürlich ein
Selbstgänger.
f.) Der Sporting – Club auf Deck 11 präsentierte sich erwartungsgemäß
nach Muster eines Fitnesscenters. Ob und wie weit auch Betreuung
vorgenommen wird, kann ich nicht sagen. Mehr als ein Blick und ein
bisschen probieren war nicht drin, für meine Frau und mich.
g.) Über den Kosmetik- und Friseursalon, sowie dem
Thalassotherapie-Zentrum kann ich, da nicht genutzt, keine Angaben
machen – auch nicht über die Preise, aber den Gesichtern unserer
Frauen entnahm ich, daß da wohl keine Bedarfsweckung zu erwarten war.
h.) Bordfotograf und Fotoshop
Noch nie habe ich so wenig Fotos gekauft wie hier. Dabei hatten wir uns
gute Bilder gewünscht, da wir in unserem 25. Hochzeitsjahr sind. Aber
das hatte mit uns beiden nie so richtig geklappt, einer von uns sah
irgendwie daneben aus. Unseren Freunden ging es nicht anders, die hatten
überhaupt keins gekauft. Bei Preisen von 19,95 Euro für ein größeres
Bild und 9,95 Euro, für ein normal großes Foto, schaut man doch schon
mal genauer hin, ob da dann wirklich "Bedarf" ist.
i.) An Bord gab es ein Videoteam, das die ganze Reise begleitet hat.
siehe auch unter Kabinen – Videoaufnahmen des Videoteams. Diese
Videocassette konnte man zum Preis von 39 Euro bestellen und am Ende der
Kreuzfahrt abholen.
j.) Die Kabinen mit ihren 14qm sind groß genug, gut schallisoliert und
lassen es an Nichts fehlen. Auch das Bad (Dusche), mit anteilig knapp
2qm hat eine überraschend gute Aufteilung mit sehr guten Ablagemöglichkeiten.
Weiterhin erwähnenswert, neben optimierten Schrankeinbauten lassen auch
die Minibar und der Minisafe mit elektr. Zahlenschloß ein Gefühl von
Luxus aufkommen. Ein 17 Zoll - TV rundet diese Bild ab. Mit diesem Gerät
kann man entweder Bilder der Bug-Camera, oder die nach Fortschritt
abgearbeiteten Videoaufnahmen des Bord -Videoteams sehen. Wer auf
TV-Freuden nicht verzichten will, muß sich entweder mit einem franz.
Sender zufrieden geben, oder aber für ein Payprogramm 9,99 Euro pro Tag
berappen. Im Prospekt heisst es, daß sich die Betten zu einem
Doppelbett zusammenstellen lassen. Das wäre in der Tat mit nur sehr
wenigen Handgriffen möglich, da die in der Mitte zusammengestellten
Nachttischschränke und Leuchten sich umsetzen lassen. Aber, da die
meisten Kabinen, so natürlich auch unsere, als Drei- oder
Vierbettkabinen ausgelegt sind, würde der seitliche Platz und Zugang,
durch das an der Wand vertikal verlaufende, etwa 20 cm breite
Begrenzungsbrett, doch ein bisschen eng ausfallen. In den Festival
Prospekten sind diese Kabinen, durch einen Punkt ( ein Wandbett) bzw.
durch zwei Punkte ( zwei Wandbetten ) markiert. Der Neckermann -
Prospekt zeigt diesen Unterschied leider nicht.
j.) Das Außendeck, als Deck 11 "Cannes" bezeichnet, hat zwei
Pools von den eines als großes, mit auf 29°erwärmten Meerwasser, als
Whirlpool ausgelegt ist. Das Deck ist vornehmlich als Sonnendeck
ausgelegt auf denen tagsüber die Animationsprogramme stattfinden. Die
sind natürlich Geschmacksache aber wohl, bei einem großen Schiff auch
unverzichtbar. Das führt natürlich zur zusätzlichen, nicht
unerheblichen Geräuschkulisse. Am besten man macht mit oder verzieht
sich nach vorn in den Bugbereich ( Deck 12 ) wo dann der Schall, oft
auch durch Mitwirkung des Windes, kaum oder garnicht mehr stört. Die
Verfügbarkeit von Liegen entspricht etwa den Platzmöglichkeiten, an
den Seetagen logischerweise wird es dann doch knapp. Wer mit seinem
Tablett in den Händen bereit ist, lange Wege zu gehen, kann morgens und
mittags seine Mahlzeiten, des SB-Restaurants "La Croisette",
auch draußen (ungedeckte Tische) einnehmen. Für evtl.
Abendveranstaltungen scheint das Außendeck ungeeignet zu sein.
Zweimalige Versuche wurden wegen aufkommender Winde (und der Gefahr von
Umsatzeinbußen) nach Innen verlegt.
4. RESTAURANTS
Das Schiff hat drei Restaurants, das eine, mit offener Sitzung bereits
schon erwähnte SB - Restaurant auf Deck 11, das Hauptrestaurant
"L' Etoile" auf Deck 5 und das Restaurant "Rialto",
das vornehmlich den Gästen der Suiten vorbehalten ist!!! Das
SB-Restaurant wurde von uns überwiegend für das Frühstücken genutzt,
da es im Hauptrestaurant per Karte angeboten wurde und uns dieses, nach
einem Versuch, umständlich und wegen schon vorhersehbarer Mißverständnisse,
nicht praktikabel erschien. Allerdings fand ich die Bedienung am Bufett
und am Kaffestand recht nervig, weil man anschließend lange Wege gehen
mußte, hoffend darauf, einen bzw. zwei, in unserem Falle sogar vier
freie, also auch abgeräumte Plätze finden zu können. Das
Hauptrestaurant ist ordentlich eingerichtet und ist überwiegend mit
Sechsertischen aber auch mit Vierertischen und wenigen Zweiertischen
ausgestattet. Die Besetzung der Tische wurde vorher geplant und nach
Sprachverständlichkeit vorgenommen. Wir waren zu viert gemeldet, und
hatten auch einen gewünschten Vierertisch im entsprechenden
Sprachbereich erhalten.
a.) Meine persönliche Beurteilung des Essens war gut bis sehr gut und
entsprach meinen Erwartungen, während unsere Freunde dazu eine etwas
andere Meinung hatten. Am Anfang hatten meine Frau und ich allerdings
auch den Eindruck, daß das Essen mehr von der Optik, als von der Qualität
lebte. Das hatte sich nach Ablauf der ersten Tage aber geändert.
Über die Auswahl gab es nun aber wirklich nichts zu meckern:
Appetithäppchen ( nur Mittags )
Butter und Brötchen
vier bis fünf Vorspeisen
zwei bis drei Suppen
zwei bis drei Salatvariationen
vier bis fünf Hauptgerichte
zwei bis vier Nachtischangebote
b.) Die Bedienung war stets nett und auch um Flexibilität bemüht. Mißverständnisse
und Verwechslungen gab es selten oder nie. Allerdings schienen uns die
Begriffe auf den Karten manchmal unkorrekt, sodaß wir manchmal nicht
das bekamen, was wir erwarteten. Das das eine oder ander Mal zum
Beispiel bei Salaten nicht mehr alles zu bekommen war und daher etwas
abgewandelt wurde, beeinträchtigte unsere Beurteilung kaum.
c.) Natürlich wollten wir auch mal im Restaurant "Rialto"
dinieren, das man nach der Prospektaussage, gegen eine geringe Zuzahlung
und vorheriger Anmeldung nutzen konnte. Die geringe Zuzahlung betrug 19
Euro!! +15% Bedienung, pro Person. Die günstigste Flasche Wein dann bei
29,90 Euro. Ich jedenfalls bin nicht so arrogant, das als gering
anzusehen, wenn wir pro Paar, so mal nebenbei eine zusätzliche Zeche
von Euro 42,00 für praktisch die gleichen Leistungs- und Qualitätsmerkmale
machen sollten. Dafür war das Restaurant auch nicht ausgebucht was zusätzlich,
neben großzügigerer Tischaufteilung (mehr Platz), zwangsläufig für
mehr Ruhe sorgte. Die Gemütlichkeit stürzte rapide ab, als noch vor
Schluß der letzten Essenszeit, das Personal schon mit dem Wischen der
umstehenden Stuhlbeine begann.
d.) In diesem Zusammenhang möchte ich auch die Wahl der Tischzeit erläutern.
Während die erste Tischzeit meistens 12:00 bzw. 18:45 begann, hatten
wir die zweite Tischzeit. Lunch 13:15 und Diner 21:15. Wer den Tag länger
nutzen wollte, wählte die zweite Tischzeit; wer den Abend besser
nutzzen wollte, sollte die erste Tischzeit gewählt haben. Obwohl wir
schon einmal feststellen mussten, das bei der zweiten Tischzeit der
Abendverlauf etwas zu kurz kommt, hatten wir wieder diese gewählt. Da
das Schowprogramm im schiffseigenem Theater, mit einer Dauer von 45 bis
60 Minuten, jeweils nach Ende der Essenszeit läuft und bleibt danach
nicht mehr soviel Zeit, um bei für uns geeigneter Musik zu Tanzen.
Meistens war das Ende dafür etwa gegen 01:15 erreicht.
Für weitere Späße in einer anderen Bar oder Animationen (nicht unser
Ding) waren wir dann doch zu müde.
5. AUSZUG AUS DEN PREISLISTEN (incl. Bedienungsgeld in
Euro)
a.) Restaurant
1 Fl. Wein 750cl im Hauptrestaurant (günstigstes Angebot) 18,40
1 Fl. Wein dto. im RestaurantRialto 29,90
1 Fl. Mineralwasser 1,25l 2,00
b.) Bars
1 Glas Wein 3,50 bis 6,50
1 Glas Sekt /Champus 4,90 bis 7,00
1 Glas Bier 2,90
Flaschen oder Dosenbier 3,50 bis 3,90
div.Cocktails 3,30 bis 4,50
Aperitifs 2,90
Brandys 3,50
1 Espresso 1,50
1 Cappuccino 2,00
6. TRINKGELDER
Wie auf vielen anderen Kreuzfahtschiffen auch, wurde ein Trinkgeld
erwartet. Zusammengerechnet sollten etwa 10 € pro Tag und Person auf
die betroffenen Personen, in bereits vorgefertigten Umschlägen,
verteilt werden.
Anmerkung / Änderung: Festival will nun ganz sicher gehen und (schlägt
vor) bucht einen Betrag von 7 Euro, Pro Person und Tag auf das
Bordkonto.
7. KLEIDUNGSVORSCHLÄGE (abends)
gehören bei der klassischen Kreuzfahrt einfach dazu. Auf dieser
Kreuzfahrt der Mistral konnte sich das im Ergebnis sehen lassen.
Der allgemeine Kleidungsvorschlag lautete auf klassisch - Mit einer
Kombination mit Krawatte für die Herren, mit Kleid, Rock und Bluse
waren die Damen passend gekleidet.
Den Ausdruck leger hatte man sicherlich bewusst vermeiden wollen, um der
Gefahr, daß es allzu wörtlich genommen werden könnte, aus dem Wege zu
gehen. Das Ergebnis konnte sich in Folge dessen sehen lassen:
In mehreren Fällen wurde das Jackett und die Krawatte zwar schon mal
weggelassen, aber unangenehme Auffälligkeiten hatte ich nicht
wahrgenommen.
Für drei der Abende hieß es elegant Da gab es keinerlei Mißverständnisse.
Erwartet wurden dukler Anzug , Kombinationen wurden aber auch getragen /
Abendkleid. Das Ergebnis war nicht zu übersehen. Wenn dann nur einige
etwas danebenlagen, ging das in der Masse unter.
8. NATIONALITÄTEN DER PASSAGIERE, ALTERSGRUPPEN ( geschätzt )
von 1174 Passagieren waren
deutschsprachig 480 / 41 Prozent
französisch 305 / 26 Prozent
englisch 143 / 12 Prozent
italienisch 140 / 12 Prozent
spanisch 39 / 3 Prozent
andere 6 Prozent
9. ORGANISATION / ZUSAMMENFASSUNG
Der Höhepunkt der Kreuzfahrt kam für uns weniger mit den karibischen
Inseln, sondern erst mit dem Anlaufen von Madeira ( Funchal ), Cadiz (
Ausflug nach Sevilla ) und Marseille. Die Organisation lief nicht immer
glücklich, oft traten Verzögerungen auf, über die man uns nicht
informierte. Ein Beispiel das besonders nervte: Bei der Ankunft in
Marseille wurde, wie so oft, das Verlassen des Schiffes verzögert. Auskünfte
wurden mangels Kompetenz stets nicht gegeben. Die Körpersprache
(Achselzucken) veriet alles. Kaum jemand wagte, sich vom Platz zu rühren,
da die Antworten sowieso (keine), die gleichen waren. Als wir nun
endlich das Schiff verlassen konnten, und hinter der deutschen Gruppe
hinterhertrabten, dauerte es nun noch etwa eine dreiviertel Stunde, ehe
der erste Bus kam. Wir hatten Glück und kamen immerhin mit dem zweiten
Bus, nach etwa einstündiger Wartezeit mit. Für ein
"Unkostenbeitrag" von 8 Euro !! pro Person, wurden wir schließlich
in die Nähe des alten Hafens gekarrt. Unsere Freunde, die zu Fuß
gegangen sind, waren zwar schon vorher da, bereuten diese Entscheidung
allerdings sehr. Der weg war für Fußgänger nämlich absolut
ungeeignet. Da waren die gegebenen Auskünfte total verkehrt. Besser und
sogar billiger wäre es gewesen, wenn wir zu viert die Taxe genommen hätten.
Es blieb uns gerade noch die Zeit, einmal relativ zügig um den alten
Hafen zu gehen. Die Zeit, einen erholsamen Kaffee zu trinken, hatte man
uns geklaut!!
Mit der Mistral haben wir ein modernes, gut ausgestattetes
Kreuzfahrtschiff kennengelernt an dem es, was den Innenbereich
anbelangt, nun wirklich nichts zu bemängeln gibt. Davon lebt das Schiff
auch hauptsächlich. Hier werden eben auch die meisten Umsätze getätigt.
Mit dem Veranstaltungsangebot, auch im musikalischen Bereich, deckte man
sicherlich die verschiedenen Geschmäcker und Wünsche ab. Der Außenbereich
kam ganz klar zu kurz - Veranstaltungen Fehlanzeige. Das Essen würde
ich im allgemeinen als gut bis sehr gut einstufen wollen. Ich denke mal
so, die Möglichkeiten wurden bis auf ein paar Kleinigkeiten optimal
genutzt. Die Organisation des Frühstücks ist meiner Meinung nach
absolut chaotisch und daher verbesserungsbedürftig. Die Getränkepreise
an Bord erscheinen mir etwas hoch und verändern dadurch, das sonst
relativ ordentliche Preis-Leistungsverhältnis. Das Outfit der
Passagiere entspricht im hohen Maße etwa den Vorschlägen. Wer beim
„klassischen“ Abend ungern Jackett und Krawatte anzieht, kann sie
auch weglassen, ohne das er schief angesehen wird. Das Personal ist
insgesamt freundlich, aber den relativ großen Anteil deutscher
Teilnehmer meiner Meinung nach, noch nicht gewachsen. Durchsagen können
in den Kabinen anscheinend nach nicht hörbar gemacht werden. So kann es
sein, das man vom Ein- und Auslaufen des Schiffes, eigentlich eines der
schönsten Gefühle eines Kreuzfahrers, nichts mitbekommt. FAZIT: Ein größeres
Schiff muß man einfach mal erlebt haben,auch - um dann schließlich zu
wissen, wo die Vorzüge oder auch Nachteile liegen. Ich glaube nicht,
das wir in der Zukunft die kleineren Schiffe ausklammern werden, denn
auch diese haben ihren Reiz und scheinen zumindestens im Außenbereich,
das zu ermöglichen, was uns die Mistral nicht bot. Ich denke, das ich
hiermit, wie auch versprochen, einen Großteil allgemeiner Fragen und
allgemeinen Interesses beantwortet habe.
verfasst am 22.05.2001
überarbeitet am 13.02.2002
Rainer Buch