Aus Sprachferien wurden Sprachreisen

Im Laufe der vergangenen 20 Jahre hat sich im wirtschaftlichen Sektor des Tourismus einiges getan. Die bedeutsamste Entwicklung war mit Sicherheit jene, dass so gut wie alle Urlauber heute nicht mehr für 3-4 Wochen am Stück Urlaub machen, sondern verteilt über das ganze Jahre ein paar Kurzurlaube bevorzugen. Darunter zählt zum Beispiel auch der Aufenthalt in einem Hotel, über die Dauer von nur einem Wochenende. Dies hat zu umfangreichen Umstellungen in der gesamten Branche geführt. Angefangen bei den Reisebüros, bis hin zu den lokalen und regionalen Tourismusbüros, mussten besonders hinsichtlich der Umstellung des Angebots zahlreiche Adaptionen vorgenommen werden.

Neben den weitreichenden Veränderung im Tourismus gab es jedoch auch zahlreiche spezifische Entwicklungen, die bei einer Analyse des heutigen Marktes zu berücksichtigen sind. Zum einen wurden viele neue Typen von Urlaubsreisen geschaffen, die teils besser, teils schlechter von den potenziellen Kunden aufgenommen wurden. Einige altbekannte Reistypen haben sich allerdings auch grundlegend verändert und dadurch neue Märkte erschlossen. Das perfekt Beisiel dafür sind Sprachreisen.

Sprachreisen, die heute beliebter denn je sind sprechen seit einigen Jahren unterschiedliche Zielgruppen an. Waren es vor knapp 10 Jahren zum Großteil noch Studenten und Schüler, die in ihren Ferien die freie Zeit dazu nutzten, ihre fremdsprachlichen Defizite zu beseitigen, sind es heutzutage verstärkt auch ältere Menschen, die sich für Sprachreisen interessieren. Alleine der Begriff Sprachreisen hat sich erst in den letzten 3 Jahren als zentrale Bezeichnung für einen Aufenthalt im Ausland herauskristallisiert, bei dem man Fremdsprachen erlernen bzw. trainieren kann. Zuvor war oft und gerne von Sprachferien die Rede. „Sprachferien“ jedoch ist ein spezifischer Begriff für Schüler und Studenten. Mit der Entwicklung von Sprachferien hin zu Sprachreisen, hat die Branche einen erheblichen Aufwind erfahren. So ist es Fakt, dass sich  bereits heute in etwa drei mal so viele Kunden wie noch vor fünf Jahren für Sprachreisen entscheiden.

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